Informationen: Auswege


 



Auswege aus der inneren Kündigung

Da die Gründe der Inneren Kündigung vielfältig sind und ihren Urspung zumeist auf verschiedenen Ebenen haben, sucht man einfache Standardlösungen leider vergebens. Vielmehr muss den Betroffenen ein individueller Ausweg aufgezeigt werden, der an den jeweiligen Ursachen ansetzt. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele für Auswege.
Es handelt sich hierbei jedoch nur um Anregungen. Langfristig Betroffenen empfehlen wir eine professionelle Beratung (z.B. durch einen Psychologen).

 

Notausgänge aus der inneren Kündigung


Sinn-Management - ein Weg aus der Orientierungslosigkeit

Wenn eine Unternehmensvision nicht erkennbar oder unrealistisch ist, nehmen Mitarbeiter ihr Engagement häufig zurück und richten sich in ihrer gegenwärtigen Situation ein. Abhilfe kann hier ein konkretes und motivierendes Bild der Zukunft - eine Unternehmensvision - schaffen. Durch die mit der Vision verbundenen Ziele werden die Mitarbeiter wieder motiviert.

 


Darüber hinaus schaffen Visionen Gemeinschaft und Identität für das Tun.
Selbst in den konkreten Zielvereinbarungsgesprächen zwischen Führungskraft und Mitarbeiter sollten diese Visionen Anwendung finden und somit für Motivation beim Mitarbeiter sorgen.

Gestaltungsrahmen des Personalmanagements nutzen

Im Rahmen des Personalmanagements sollte stets darauf hingearbeitet werden, ein möglichst hohes Maß an Übereinstimmung zwischen den Zielen der Mitarbeiter und denen der Organisation zu erreichen. Zwar lässt sich die völlige Übereinstimmung

 


zwischen Mitarbeiterbedürfnissen und Organisationszielen wohl nie vollständig umsetzen - größeren Konflikten kann auf diese Weise jedoch begegnet werden.

Der richtige Umgang mit Personalabbau

Nicht immer lässt sich Personalabbau aus Gründen der Rationalisierung vermeiden. Häufig tendieren jedoch die verbliebenen Mitarbeiter dazu, innerlich zu kündigen. Um diesem Phänomen hier entgegen zu wirken, steht eine frühzeitige Information der Mitarbeiter über die

 

geplanten Maßnahmen an erster Stelle. In vier Stufen stellt Noer einen optimalen Umgang des Unternehmens mit den Verbliebenen dar, an dessen Ende ein neuer formaler und psychologischer Arbeitsvertrag mit den verbliebenen Mitarbeitern steht.

Was tun bei Karriere-Endstationen?

Die meisten Mitarbeiter, denen vermittelt wird, dass es an bestimmten Punkten keine weiteren Entwicklungsmöglichkeiten mehr gibt, wollen das nicht wahrhaben. Sie engagieren sich noch stärker als bisher, bis sie realisieren, dass der gewünschte Aufstieg doch nicht mehr kommt. Das Ergebnis ist dann häufig die Innere Kündigung. Um dieser späten Erkenntnis entgegenzuwirken, hilft es,

 

sich mit den objektiven Möglichkeiten im Unternehmen auseinander zu setzen. Möglicherweise ist ein "horizontaler Aufstieg" möglich, z.B. mit der Übernahme eines Projekts. In jedem Fall ist es sinnvoll die eigenen Fähigkeiten zu überprüfen - möglicherweise auch, um sich außerhalb des Unternehmens neu zu orientieren.

Kreativer Umgang mit älteren Mitarbeitern

Um die Motivation und Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern auch im Alter zu erhalten, sollte gesundheitlichen und motivationalen Verschleiß bereits frühzeitig entgegengewirkt werden. Dazu bietet sich etwa ein innerbetrieblicher Positionswechsel an. Mit Mut und Kreativität kann das Personalmanagement die Kompetenzen älterer

 


- besonders im Dienstleistungsbereich - nutzen. Neben viel Berufserfahrung haben ältere Mitarbeiter meist ein hohes Maß an strategischem Denken und Qualitätsbewusstsein. In beratender Funktion können sie dies gut an jüngere Kollegen weitergeben.


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