Informationen: Ursachen |
Die Ursachen der inneren Kündigung sind oft vielfältig und werden aus verschiedenen Quellen gespeist. Man unterscheidet dabei vier Ebenen, zwischen denen zumeist auch eine Interaktion stattfindet: den Mitarbeiter, das Arbeitsumfeld, die Organisation und die Gesellschaft.
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GesellschaftAuf der gesellschaftlichen Ebene spielen vor allem Werte eine wichtige Rolle. Im Laufe der Zeit verändern sich Werte in der Gesellschaft und somit auch die der Mitarbeiter. Bleibt die Organisation bei diesem Veränderungsprozess zurück, kommt es zu Spannungen im psychologischen Arbeitsvertrag. Auch die zunehmende Individualisierung der Mitarbeiter trägt auf der gesellschaftlichen Ebene zur inneren Kündigung bei. |
Durch verbesserte Möglichkeiten auch außerberuflich Anerkennung zu erhalten, findet eine Abkehr vom Kollektiv hin zum Individuum statt. Weiterhin kann die innere Kündigung auf gesellschaftlicher Ebene begründet sein, wenn bestimmte gesellschaftliche Gruppen z.B. aufgrund zu hoher Leistungsanforderungen unter einer mangelnden sozioökonomischen Wertschätzung leiden. |
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OrganisationIst die Organisation der dominierende Grund für die innere Kündigung der Mitarbeiter, liegt dies nicht selten an Misstrauenskulturen, die vor allem durch Kontrolle und eine geringe Entscheidungskompetenz der Mitarbeiter geprägt sind. Ebenso nachteilig erweisen sich Unternehmen, die ohne Visionen, Werte und Bekenntnisse der Unternehmensführung arbeiten. Für Mitarbeiter wie Führungskräfte fehlt es dann an Leitlinien, Grundprinzipien und Normen, kurz: an einer Unternehmensvision. |
Doch auch unbewegliche Organisationsstrukturen und ausgeprägtes Hierarchie- und Statusdenken sind für Mitarbeiter frustrierend. Besonders in Verwaltungen sind solche Strukturen leider noch stark ausgeprägt. Darüber hinaus werden Unternehmen häufig in wirtschaftlich schwierigen Zeiten mit innerlich gekündigten Mitarbeitern konfrontiert. So können Anpassungsprozesse - etwa im Zuge der Globalisierung - oder der Abbau von Bürokratie zu diesem unerwünschten Phänomen führen. |
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Arbeitsumfeld (Vorgesetzte / Team)Neben gesellschaftlichen und organisationalen Ursachen wirken häufig auch externale Einflüsse aus dem direkten Arbeitsumfeld auf eine innere Kündigung beim Mitarbeiter hin. Eine schwerwiegende und häufige Ursache dafür ist Mobbing durch Kollegen oder Vorgesetzte. In diesen Fällen ist der betroffene Mitarbeiter |
in einer besonders prekären Situation, da ihm hier von außen bereits "innerlich gekündigt" wurde. Neben unkollegialem Verhalten sind schwelende Konflikte, die schlechte Organisation der Arbeit und fehlende Anerkennung innerhalb der Arbeitsgruppe Auslöser der inneren Kündigung. |
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Mitarbeiter und privates UmfeldIn der Literatur wird die Persönlichkeit innerlich Gekündigter häufig als ängstlich, depressiv und unsicher beschrieben. Hinzu kommen mangelnde Selbstachtung, Übererregbarkeit sowie ein geringes Durchsetzungsvermögen. Häufig bewirken jedoch auch enttäuschte Erwartungen auf Anerkennung und Wertschätzung eine innere Kündigung. Darüber hinaus kann die Resignation durch bestimmte berufliche Zeitpunkte ausgelöst werden. Menschen, die nur über |
unrealistische Vorstellungen ihres Berufs verfügen, sind beispielsweise besonders dann gefährdet, wenn Erwartungen und berufliche Wirklichkeit aufeinander treffen. Ebenso kann es in kritischen Phasen des Berufslebens zu diesem Phänomen kommen, wenn die Betroffenen sich nicht den psychischen und zwischenmenschlichen Konflikten stellen. Meist ist eine mangelnde Lebens- und Karriereplanung der Grund für die innere Kündigung in solchen kritischen Phasen. |
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